SYNOPSIS : SARAH BLACKSTONE

Juli 2019

Lyrik verortet Erfühltes und Erfahrenes in einem komplexen Anderswo aus Metapher und Klang. Über die Simultaneität von Hören und Sehen schafft Lyrikperformance neue Zugänge zu Befindlichkeiten.
Antemanhas Gedichtzyklus Ebenholz (in: Espace Raum, Harmattan Verlag 2015) gibt verschiedenen Frauen aus Mythos und Gegenwart neue Gestalt. Diese kraftvollen und zugleich vulnerablen Frauengestalten assoziiert die Videastin und Performerin Susanne Weber-Lehrfeld mit Skulpturen und setzt sie in tableaux vivants um.
Ihr elfminütiger experimenteller Kurzfilm mit ausgewählten Gedichtfragmenten bringt die Off-Stimme Antemanhas in einen Dialog mit der in ihren Standbildern verharrenden Performerin. Die Protagonistin Sarah Blackstone, voller Sehnsucht und „schwarz aber schön“ wie im Hohelied, äußert sich in freier und selbstbewusster Manier. Schwarz meint hier verführerisch schön wie der schillernde Opal, der die Farben des Regenbogens in sich aufgesogen hat. Schwarz meint auch zupackend wie Sara-la-Kali, Zuflucht gewährend wie der samtige Mantel der Schwarzen Madonna.
Im Umfeld der Statuen verschmelzen Wasser und Licht mit einem minimalistischen tieffrequenten Klangmaterial und ermöglichen dem Zuschauer eine besondere Art der Begegnung. Sinnlichkeit, Schmerz, Freude und Angst präsentieren sich hier tanzend, träumend oder verharrend. Und immer schwarz, wie tausend Meeresfrüchte, wie die lebendige Nacht.

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